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| Die Einstweilige Verfügung |
Hat man nach
einer Abmahnung eine Einstweilige Verfügung bekommen, dann muss
man innerhalb kürzester Frist die Verbote der Abmahnung befolgen.
Tut man dies nicht, so werden auf Antrag heftige Ordnungsgelder verhängt.
Den Erlass einer Einstweiligen Verfügung muss das Opfer bezahlen -
nicht der Täter. eine Einstweilige Verfügung mit einem Streitwert von
70.000 Euro hat allein ca 980 Euro Gerichtskosten zur Folge. Kommen
die Anwaltskosten hinzu. |
Widerspruch gegen eine Einstweilige Verfügung
Meist ist im Interesse des Abmahnenden und des abmahnenden Anwalts der
Streitwert gegen Privatleute so hoch angesetzt, dass diesen die Möglichkeit
einer Gegenwehr gar nicht mehr offen steht. Der Streitwert wird - wohlgemerkt
-von
der Täterseite festgesetzt - und manchmal vom Gericht
ein paar Millimeter nach unten korrigiert.
Ein Streitwert von 70.000
Euro etwa kostet das Opfer in der ersten Instanz um die 6.000 Euro -
wenn der Widerspruch veröoren wird und die einstweilige verfügung also
bestätigt wird.
.
Das ist sehr leicht möglich, denn eine Einstweilige Verfügung wird
von dme gleichen Richter im Wioderspruchsverfahren überprüft, der auch die Einstwielige
Verfügung erlassen hat,.
Der Erlass einer Einstweiligen Verfügung
beruht auf dem Glaubwürdigkeits-Prinzip. Das heisst,
der Richter muss nur annehmen können,
dass die im Antrag auf eine Einstweilige Verfügung aufgeführten Behauptungen
wahr sind - und schon knallts. |
Die 4 Instanzen eines Verfügungsverfahrens
Anders als bei einer Klage geht es zunächst einmal nur um Eilverfahren
- schnell und oberflächlich - ohne Beweiszwang für die Täterseite..
Die Opferseite muss die Vorwürfe allerdings per Beweis entkräften -
was bei manchen Behauptungen manchmal gar nicht möglich ist.
Erst nach dem ersten Widerspruchsverfahren -
also nachdem bei unserem Beispiel bereits rund 8000 Euro den Bach heruntergeflossen
sind -
kann man den Erlass der Verfügung von einem unabhängigen Richter -
beim OLG - überprüfen. Aber auch das ist noch nur ein Glaubwürdigkeits-Verfahren.
Das heisst, die Gegenseite muss nichts beweisen. Alles was sie glaubhaft
machen kann (durch Eidesstattliche Versicherung oder oberflächlcihe
Indizien udn Schlussfolgerungen) - wird akzeptiert und muss vom Opfer
(beweiskräftig) widerlegt werden.
Es ist also sehr gut möglich, dass man auch diese Instanz verliert
- obwohl die Gegenseite keine echten Beweise vorträgt.
Jetzt sind schon knapp 20.000 Euro verpulvert.
Jetzt aber kommt erst die echte Instanz - in der bewiesen werden muss. Die
sogenannte Hauptsacheklage. Die beginnt wieder vor dem Landgericht
- bei dme gleichen Richter, der die Einstweilige Verfügung erlassen
hat. Nun muss man schon sehr überzeugend sein, um das Blatt noch zu
wenden. Wenn die Verfügungen hauptsächlich auf Behauptungen
ohne Beweis fussen, hat man dennoch in dieser Instanz geisse Aussichten. |
Eine kostensparende Abkürzung
Nach einem Verfügungsverfahren - also nachdem das Landegricht die
Einstweilige Verfügung bestätigt hat - muss man eine Abschlusserklärung
unterzeichnen - also eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, in
der man die Auflagen der Einstweiligen Verfügung anerkennt.
Wenn man keine Abschlusserklärung abgibt, muss der Gegner vor
Verjährung (UWG: 6 Monate) die Hauptsacheklage erheben. Wenn man
dann gewinnt, wird die verfügung aufgehoben und der Gegner trägt
die Kosten des Hauptsache- und des Aufhebungsverfahrens (nicht
des Anordnungsverfahrens).
Allerdings findet das Hauptsacheverfahren vor dem gleichen Richter
statt, der die Einstweilige Verfügung bestätigt hat - nur dass jetzt
bewiesen werden muss. |
Streitwert
Wie das humanistische Prinzip "gleiches Recht
für alle" durch die Praxis der einseitigen Prozesskostenfestsetzung
ausgehebelt wird.
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Streitwert - Wucher / Streitwert - Beschwerde
Es gibt die Möglichkeit, sich wegen des Streitwertes bei Gericht zu
beschweren und manchmal setzt das Gericht dann auch einen neuen Streitwert
fest. Oft meint aber das Gericht, dass der Täter - also der Kläger -
selber am besten weiss, wie hoch der Schaden ist, den er durch eine
Einstweilige Verfügung verhindern will.
Auch darf man nicht vergessen, dass diese Option vom Opfer Anwalt ungern
gewählt wird, weil sie ja das eigene Einkommen schmälert.
Trotzdem sollte jeder Betroffene diese Möglichkeit nutzen, um dem Gericht
vor Augen zu führen, wie ungerecht diese einseitige Streitwert
Praxis ist.
Es gibt inzwischen auch durch den Gesetzgeber erste Versuche,
den Streitwert Wucher bei bestimmten "Vergehen" zu beschränken (z. B,.
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